Alles Gundelrebe

Die Gundelrebe ein mächtiges Kraut

Die Gundelrebe (Glechoma hederacea) zeigt sich seit einigen Tagen vor unserem Haus. Bevor sie beginnt durch die Wiese zu kriechen, was ihr auch den Namen Erd-Efeu verleiht, streckt sie ihr buntes Köpfchen freudig in die Höhe.

Geziert mit vielen kleinen blau-violetten Lippenblüten richtet sie sich nun auf und möchte sich so etwas Aufmerksamkeit verschaffen. Die ersten Bewunderer sind schon im Anflug, die noch hungrigen Hummeln werden von ihren verführerischen Duft angelockt. Keine Angst sie ist fleißig, es gibt bald noch mehr von ihr, bald zieren ihre zarten Blüten die gesamte Wiese wie einen bunten Teppich. Leider wird sie von so manchen Gartenbesitzern nicht gewürdigt und als Unkraut bekämpft. Wüssten sie von ihren besonderen Fähigkeiten, dann würden sie ihr vielleicht anders begegnen und sich an ihr erfreuen.

Die Gundelrebe in der Wildkräuterküche

 

Ich mag ihren würzigen Duft und ihre lieblichen Blüten.

Sie verleiht Suppen eine besondere Note und auch Süßspeisen lassen sich mit ihr verfeinern. Gundelrebenblätter in Schokolade getunkt oder in die Vegane Schokolade verarbeitet, schmeckt ganz fantastisch.

 

Sie ist in der Wildkräuterküche eine Bereicherung, nur darf man sie nicht überdosieren, da sie sehr dominant ist und eine Speise sehr leicht beherrschen kann.

 

Heute möchte ich mit euch mein Gundelreben-Schokomousse-Rezept mit euch teilen:

Es ist in wenigen Minuten fertig und die Meisten die es vernaschen erraten nicht was da so alles drinsteckt.

 

2 ausgereifte Avocado

1 Banane

2 EL Honig

1 TL Kakaopulver

5 Gundelrebentriebe

Gundelrebe zum verzieren

optional eine Prise geriebene Tonkabohne

 

Avocado und Banane schälen, die Blüten und Blätter vom Stiel befreien und alles zusammen mit dem Pürierstab zu einem feinen Mousse pürieren. In Gläser füllen und mit den Gundelrebenblüten verzieren

 

Sie ist eine mächtige Pflanze.

 

In der Volksmedizin wird sie auch "Der Herr des Eiters"  genannt.

Sie zählt zu den wichtigsten Blut- und Lymphreiniger

Ihre schleim- und harnlösenden Eigenschaften, sowie ihr hoher Gerbstoffgehalt macht sie zu einer vielseitig einsetzbaren Heilkraut.

Sie bindet Schwermetalle und wurde früher von Büchsenmacher und Maler verwendet um die giftigen Blei- und Quecksilberverbindungen auszuleiten.

 

Hildegard von Bingen erwähnt ihre Heilwirkung bei Ohren- oder Kopfschmerzen.

Ignaz Schlifni  empfiehlt sie bei Asthma Bronchitis, Husten, Blasenleiden, Gicht, Rheuma, Harnsäure, Leberleiden, Gelbsucht, Verdauungsstörungen, Magen- und Darmgeschwüren, Milzleiden, Nierenleiden, Steinleiden, Weißfluss und Würmer

 

Laut der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) löst Stauungen in der Gebärmutter und wird bei Myome eingesetzt. Ihre thermische Wirkung ist warm. ihre Organzuordnung ist die Lunge, der Dickdarm und  die Blase.

Sie tonisiert das Lungen Qi und wirkt Feuchtigkeit in der Lunge und im Unteren-Erwärmer entgegen.

 

Aus dem frischen oder dem getrockneten Tee lässt sich ein wohlschmeckender Tee zubereiten.

Aus einem Öl-Auszug lässt sich ein wertvolles Wundöl herstellen.

Auch eine Tinktur aus der frischen Pflanze, ist eine Möglichkeit sie fürs ganze Jahr verfügbar zu machen. 

Zum Abschluss setzte ich mir noch einen Gundelreben-Haarkranz aufs Haupt und lasse seine Kräfte wirken.

Er lässt mich so einige geheimnisvolle Dinge erkennen und hilft dabei, die Verbindung zu den Naturwesen, wie den Elfen, Trollen und Pflanzendevas herzustellen. Seine größte Kraft soll sie in der Walpurgisnacht besitzen und hellsichtig machen.

Na vielleicht verrate ich euch beim nächsten Mal was ich so alles erfahren habe.